Start Chronik 1980 – 1989
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Das Jahr 1980 stand ganz im Zeichen des 20-jährigen Bestehens des Posaunenchores Schwarz. Die Veranstaltung begann mit einem Festkommers. Der Festgottesdienst wurde am Himmelfahrtstag, dem 15. Mai, von den Gastchören Udenhausen, Grebenau, Brauerschwend, Groß-Felda und dem eigenen Chor unter der musikalischen Leitung von Landesposaunenwart Both gestaltet. Anschließend fand ein gemeinsames Kaffeetrinken im Saale Jöckel statt. Hier wurden noch Gastreden gehalten und Dankesworte gesagt und man erinnerte sich an gemeinsame Aufbauzeiten und Veranstaltungen mit den anderen Chören.

Im Jubiläumsjahr hatte der Posaunenchor 41 aktive Mitglieder.

Neben den Veranstaltungen zur 20-Jahr-Feier wurden natürlich alle anstehenden kirchlichen und weltlichen Verpflichtungen auch über das ganze Jahr hin wahrgenommen. Doch unvergesslich bleibt der Urlaub in Truden/Südtirol. In der Umgebung des Ortes konnte man bei herrlichem Sonnenschein auf aperen Wiesen und Wegen wandern und 25 Kilometer weiter auf dem Latemar mit den Ski die tollsten Kapriolen auf allen Körperteilen drehen (wie man beobachten konnte). In Cavalese, das später durch einen spektakulären Gondelabsturz traurige Berühmtheit erlangte, sah man sich plötzlich vis-á-vis mit dem italienischen Staatspräsidenten in einem Cafe gegenüber sitzen. Man erzählt sich aber auch, dass die Weinbestände der Südtiroler Winzer während des Aufenthaltes der Bläser besorgniserregend zur Neige gingen.

Das Jahr 1981 zeigte, dass es im Vereinsleben mit vielen Vereinsmitgliedern außer erfreulichen Höhenflügen zwangsläufig auch Tiefpunkte gibt, die ins Mark gehen. Schatten die schwer wegzuschieben sind.

In Köddingen nahm man am Dekanatsposaunentag und in Darmstadt am Landesposaunentag teil. Die diesjährige Wanderung ging nach Schlitz. Als einer der Höhepunkte waren die Fernsehaufnahmen des Hessischen Rundfunks anzusehen, der den Posaunenchor Schwarz dann im Rahmen seiner Sendung "Aspekte" im Fernsehen vorstellte. Am Fronleichnamstag unterstützte man die Katholische Kirhengemeinde Alsfeld musikalisch. Jedoch am 21. Juni verursachte der Unfalltod des Mitbegründers und Trompeters Peter Eifert einen tiefen Schock in der Chorgemeinschaft, im Ort und in der weiten Umgebung.

Peter Eifert war wegen seines zuvorkommenden und freundliches Wesens und besonders wegen seiner großen Musikalität weit bekannt und äußerst beliebt. Chorleiter Heinrich Peter Eifert, dem Vater des Verunglückten, half nur der feste Glaube an Gott und die Liebe zur Musik über den schweren Verlust hinweg. Der Chor erinnert sich noch heute gerne an die gemeinsame Zeit mit Peter Eifert.

Die Jahre 1982 bis 1984 waren von Aufbauarbeit, insbesondere was die volkstümliche Musik betraf, stark beeinflusst. Doch die kirchliche Musik und die Chorarbeit in der kirchlichen und bürgerlichen Gemeinde waren und sind stets herausragend behandelt worden.

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Der Posaunenchor zur 20-Jahr-Feier:

1. Reihe: Werner Schweiner, Volker Döring, Thomas Stieler, Reinhard Eifert, Lothar Eifert, Willi Wolf, Herbert Gerbig, Steffen Habermehl, Gerhard Habermehl, Rudolf Wiedebach
2. Reihe: Bernhard Matjasowicz, Arno Stieler, Karl Heinz Krug, Frank Ziesche, Klaus Eifert, Heinrich Peter Eifert, Ralf Eifländer, Peter Eifert, Peter Ebel, Jürgen Gerbig
3. Reihe: Rüdiger Birkenstock, Martin Urstadt, Bernd Habermehl, Hans Ruppel, Arno Büttner, Helmut Caplap, Hardy Birkenstock, Richard Gerbig, Reinhold Krug
4. Reihe: Martin Stieler, Uli Ebel, Marco Reis, Michael Sack, Melanie Eifert, Tanja Caplap, Silke Birkenstock, Bianca Gerbig, Jan Gerbig, Heiko Rüffer, Jörg Stieler.

Pfingsten 1983 spielte mfan bei den Freunden in Essenheim bei Ingelheim. Man veranstaltete mit den anderen Schwärzer Chören ein Dorffest und trat in Brauerschwend auf dem Posaunentag auf. Beim Hessentag in Lauterbach nahm man als Blaskapelle am Festzug teil. Zur Pflege der Gemeinschaft wurde an der Hardtmühle gezeltet und es wurde eine Fahrt zu den Karl-May-Festspielen nach Elspe unternommen. Am 10. September gestaltete man das Jahresfest im Altenheim in Alsfeld mit und am 11. September wanderte man nach Lingelbach. Als Investition wurden in 1983 ein zusätzlicher Bass und ein Satz Becken angeschafft.

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Der Posaunenchor eingereiht auf dem Hessentag in Lauterbach, 1983

Die herausragenden Ereignisse 1984 waren der Oberhessische Kirchentag auf dem Hoherodskopf, an dem man teilnahm, der Volksmusikabend in Schwarz und der Wanderurlaub, der in Lenggries stattfand. Hier unterstützte der Chor auf Bitten des dortigen Bürgermeisters die Stadt Lenggries beim Empfang eines französischen Gesandten. Grund: Die Lenggrieser Stadtkapelle befand sich gerade im Urlaub.

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus, so auch gegen Ende 1984 und zu Beginn des Jahres 1985. Man hatte die Vorbereitungen für die Feiern zum 25. Chorjubiläum zu treffen. Am 17. März war man bei der Verabschiedung des befreundeten Chorleiters Willi Geiß in Groß-Felda anwesend und vom 5. bis 9. Juni besuchte man die Partnergemeinde Eilenburg in der ehemaligen DDR. Vom 22. bis 28. Juli konnte man eine Rüstzeit in der Evangelischen Jugendburg Hohensolms verbringen. Der 25. Hessentag in Alsfeld wurde wieder mit Blasmusik im Festzug begleitet.

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Der 25-jährige Chor:

1. Reihe von oben: Arno Büttner, Hardy Birkenstock, Reinhold Krug, Steffen Habermehl, Gerhard Habermehl, Herbert Gerbig, Volker Döring, Reinhard Eifert, Uwe Büttner, Klaus Krug
2. Reihe: Richard Gerbig, Uli Ebel, Jörg Stieler, Günther Heil, Hubert Sippel, Carola Stieler, Arno Stieler, Martin Stieler, Marco Reis, Heiko Rüffer, Otfried Jöckel
3. Reihe: Helmut Caplap, Lothar Eifert, Claudia Becker, Silke Birkenstock, Christina Noll, Bianca Gerbig, Helmut Brückmann, Peter Ebel, Frank Becker, Rudolf Wiedebach
4. Reihe: Andrea Jöckel, Lars Geißel, Melanie Eifert, Heinrich Peter Eifert (Chorleiter), Willi Wolf, Herbert Birkenstock, Helmut Ebel, Simone Becker, Stefan Volk, Kai Döring; Knieend: Iris Habermehl, Nicole Ziesche, Mario Krug, Dirk Wilhelm, Heiko Ruppel.

Die Feiern zum 25-jährigen Bestehen des Chores begannen mit einem Grillabend am Freitag den 30. August für die Bläser und deren Angehörigen und setzten sich mit einem Blasmusikabend am Samstag fort. Am 1. September wurden mit dem 13. Dekanatsposaunentag die Feierlichkeiten auf den Höhepunkt geführt. Der Beauftragte für die Dekanatsposaunenarbeit Horst Schopbach hatte die Dekanatsposaunenchöre eingeladen. Dem Ruf waren 150 Bläser gefolgt.

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Jubiläumsfeier mit Horst Schopbach in der Kirche 1985

Unter Mitwirkung von Pfarrerin Elfriede König, dem ehemaligen Pfarrer i. R. Helmut Bauß und Landesposaunenwart Schreiber sowie einem Bläserensemble aus dem Dekanat erklangen die Chöre zur Ehre Gottes. Die Gründungsmitglieder wurden geehrt. Zum Abschluss fand in der nahen, festlich geschmückten Maschinenhalle des Helmut Becker ein gemeinsames Mittagessen und ein Festkommers statt, bei dem wieder Musik erklang und der Dekan Möller, Vereine und Personen des öffentlichen Lebens ihre Grußworte überbrachten.

In diesem 1985er Jahr waren insgesamt 178 Bläsereinsätze zu verzeichnen, wovon sich 67 auf Übungsstunden, 46 auf Geburtstage, 48 auf sonstige Einsätze und 17 auf Gottesdienstbegleitungen bezogen.

 

Gleich zu Beginn des Jahres 1986 wurde eine Verstärkeranlage angeschafft, um bei Auftritten in einem Festzelt besser zu Gehör zu kommen. Die Jungbläser zelteten wieder mit Unterstützung der Altbläser bei der Hardtmühle. Am 23. und 24. August wurde der mittlerweile schon zur Tradition gewordene Blasmusikabend mit Frühschoppen am folgenden Sonntag durchgeführt.

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Wanderurlaub im Gebirge

Der Wanderurlaub fand in Uttenheim in Südtirol statt. Die Förstlerin und die Peintnerin sowie die Hüttenwirtin Frieda sind noch für alle Teilnehmer ein Begriff. Es muss an dieser Stelle wieder einmal betont werden, dass die Musik immer im Mittelpunkt allen Geschehens war und ist.

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Auf dem Weihnachtsmarkt in Grebenau

 

Im wahrsten Sinne des Wortes demonstrativ beteiligte sich der Chor im November 1986 in Grebenau an einer Veranstaltung gegen eine Müllverbrennungsanlage im Gründchen.

Die Vorstandswahl in der Jahreshauptversammlung vom 21. Februar 1987 hatte folgendes Ergebnis: 1. Vorsitzender Lothar Eifert; 2. Vorsitzender Klaus Krug; Rechner Richard Gerbig; Schriftführer Volker Döring; Beisitzer Rudolf Wiedebach. Als Vertrauensperson für die Jugend stellte sich Hans Ruppel zur Verfügung. Otfried Jöckel erhielt den Auftrag, der Eilenburger Patengemeinde eine Einladung im Namen des Vorstandes zu übermitteln. Es folgte der übliche Jahresreigen. Blasen in der Kirche, Übungsstunden, musikalischer Besuch in Ingelheim und Blasmusikfest, Auftritte zu Geburtstagen, Hochzeiten und volkstümlichen Veranstaltungen, Teilnahme am Posaunentag und Freizeit der jugendlichen Bläser. Das Jahr schloss mit insgesamt 128 musikalischen Einsätzen ab.

 

Für 1988 wurde ein Blasen in Alsfeld vorgesehen und ausgeführt. Vom 28. bis 31. Juli wurde wieder bei der Hardtmühle gezeltet. Der Volksmusikabend fand fmit den Bläserfreunden aus Groß-Felda am 3. September statt. Der Wanderurlaub führte die Bläserinnen und Bläser mit ihren Familienangehörigen diesmal in das Tannheimer Tal. Quartier war im Hotel Tyrol, jedoch das nebenan liegende "Rote Flüh", dessen Einrichtungen von einigen Teilnehmern rege genutzt wurde, war auch nicht zu verachten. Es war eben eine Preisfrage. Wandern, Bergsteigen und Musizieren standen für erlebnisreiche Tage.

1989 brachten der Posaunenchor und das Chormitglied Gerhard Habermehl das Liederbuch "So klingt’s in Schwarz" heraus. Das 4. Musikfest wurde mit den Bläserfreunden aus Queck und Groß-Felda am 3. September veranstaltet, diesmal ohne Disco am Abend vorher. Für die Jungbläser wurde wieder eine Bläserfreizeit in Flensungen eingerichtet. Als 2. Vorsitzender war Helmut Caplap gewählt worden, der in den vergangenen Jahren schon Chorleiter Heinrich Peter Eifert bei dessen Verhinderungen vertreten hatte. Am 16. September wurde eine Tagesfahrt nach Brühl, allerdings mit geringer Beteiligung, durchgeführt. 151 Bläsereinsätze waren zu verzeichnen.

 
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