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So wie Johannes Kuhlo für das Posaunenchorwesen in Deutschland insgesamt hervortritt, hat sich Heinrich Peter Eifert für den Posaunenchor Schwarz verdient gemacht. Die Musik wurde ihm wahrscheinlich schon in die Wiege gelegt. Dabei war der Werdegang des Musikers von Beginn an vielleicht in eine andere Richtung gedacht.

Wie vor dem Zweiten Weltkrieg üblich erlernte man ein Musikinstrument mit den Gedanken an eine Karriere bei der Militärmusik. So begann Herr Eifert anfangs mit einer Es-Klarinette den Musikunterricht. Dieses Instrument musste jedoch beiseite gelegt werden als durch einen unglücklichen Umstand ein Fingerglied des Musikschülers verloren ging. Zwangsläufig wurde ein anderes Instrument in die Hand genommen, die Trompete. Als Vollblutmusiker beherrschte Herr Eifert natürlich später noch andere Instrumente. Der Krieg unterbrach durch Kriegsdienst und Gefangenschaft in Frankreich jedoch vorerst eine Musikerkarriere. Die Musik war aber immer ein herausragendes Anliegen und eine erholsame Betätigung von Herrn Eifert, sie hat ihn immer begleitet und half ihm über viele Hürden des Lebens hinweg.

Im Sommer 1959 traten Herbert Gerbig und Dieter Kalbfleisch an Heinrich Peter Eifert heran, und sprachen ihn wegen des Blasens in einem Posaunenchor an. Später kamen weitere hinzu. Eine Idee war geboren. Herr Eifert war zu der Zeit als Bläser im gerade gegründeten Posaunenchor Udenhausen engagiert. Aber die neue Aufgabe ergab sich durch das Interesse der Jugendlichen von selbst: Der Posaunenchor Schwarz wurde 1960 ins Leben gerufen.

Die Gründer waren damals gerade 6 bis 11 Jahre alt. Es waren dies: Helmut Caplap, Volker Döring, Herbert Gerbig, Richard Gerbig, Bruno Habermehl, Otfried Jöckel, Walter Jöckel, Dieter Kalbfleisch, Reinhold Krug, Hans Ruppel, Helmut Schäfer, Rudolf Wiedebach und natürlich Heinrich Peter Eifert als Leiter, damals im Alter von 33 Jahren.

Die Übungsstunden fanden zuerst in einem leerstehenden Kuhstall statt, später in einem Zimmer des Chorleiters. Mit großem Herzklopfen wurde erstmals in der Kirche der Gottesdienst begleitet.

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Vor dem Haus des Dirigenten


Johanna Urstadt und Jakob Habermehl bekamen die ersten Ständchen gespielt. Dann erfolgte das erste gemeinsame Musizieren mit anderen Chören auf dem Oberhessischen Posaunenfest in Altenburg zu Ehren des 50-jährigen Bestehens des dortigen Posaunenchores. Der damalige Landesposaunenwart Kurt König bot dem jungen Chor Hilfe an und es wurde eine Schulungswoche vereinbart. Die Musikinstrumente wurden von den Bläsern selbst angeschafft. Doch als die Auftritte in der Kirche sich häuften, spendete die Kirchengemeinde Schwarz das Geld zur Anschaffung einer gebrauchten Tuba.

 

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Das erste Geburtstagsständchen

 
© 2009 - Posaunenchor Schwarz